| Sport und Alter |
| Leichtathletik Magazin - Gesundheit |
| Geschrieben von: <a href='/leichtathletik-community/232-longrun81/profile'>Markus</a> |
| Montag, den 13. September 2010 um 22:24 Uhr |
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In den Medien sehen wir meist jüngere Menschen, die Rekorde aufstellen und sportliche Höchstleistungen vollbringen. Doch selbst der kräftigste gefeierte Athlet wird einmal älter und wird sich dabei sicher die Frage stellen, ob und wann er seine Sportschuhe an den Nagel hängen muss. Wir können ihn - und alle anderen - an dieser Stelle beruhigen. Sport und Bewegung sind auch im hohen Alter keine schlechte Idee.
Alter schützt vor Leistung nicht. Generell liegt das optimale Leistungsalter eines Menschen je nach der von ihm ausgeübten Disziplin zwischen 20 und 35 Jahren, aber auch danach muss noch nicht Schluss sein. Vor allem bei Ausdauersportarten liegt die Grenze noch einmal locker 5 Jahre höher. So liegt die Weltbestleistung bei den 40-Jährigen im Marathon bei ungefähr 2:16 Stunden, was nur ca. 12 Minuten über der allgemeinen Bestzeit liegt. Und hier reden wir nur über den professionellen Bereich. Vergleicht man beispielsweise die Leistungen von 60-jährigen Seniorensportlern, mit denen von 30-jährigen Durchschnittsbürgern, so haben Letztere klar das Nachsehen. Mehr vom Leben Noch mehr Ansporn zu lebenslanger Aktivität dürfte eine Studie der Stanford University (USA) geben. Diese kam zu dem Ergebnis, dass altersbedingte Beschwerden bei Joggern 16 Jahre später eintreten, als bei Nichtläufern. Zudem war die Sterblichkeitsrate 19 Jahre nach der Studie um 19% geringer als bei der Vergleichsgruppe. Mit einem weiteren beliebten Vorurteil konnte die Studie ebenfalls aufräumen. Trotz des regelmäßigen Laufens waren die Knochen und Gelenke der Jogger nicht häufiger erkrankt als beim Durchschnitt der Bevölkerung, Die nötige Kraft aufbauen. Bei Menschen, die ihr Leben lang Sport treiben, sind diese Effekte am größten. Aber auch wer mit 40 oder 50 Jahren einsteigt, kann davon noch profitieren. Diesen motivierenden Erkenntnissen zum Trotz sollte man die eigene körperliche Verfassung berücksichtigen. Gerade Laufanfänger sollten zunächst einmal ihre Muskulatur in Schuss bringen, um das Verletzungsrisiko zu minimieren und insbesondere jenseits der 70, sollte der Trainingsschwerpunkt mehr auf Kraft als auf Ausdauer liegen. |
