Leichtathletik Magazin - Gesundheit
Überlastungsschäden am Knochen - Symptome, Behandlung, Reha und Prävention
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Geschrieben von: Athletiko-Team   
Samstag, den 24. Juli 2010 um 17:04 Uhr
Meist sind Menschen betroffen, die gerade zum ersten Mal ein Training aufgenommen oder zum Beispiel nach einer längeren Verletzungspause wieder neu mit dem Training begonnen haben. Meistens muten sich genau diese Kandidaten zuviel zu und haben nach ein paar Wochen schon wieder mit einer Verletzung zu kämpfen. Eine Überlastung tritt aber auch nach wiederholter oder stereotyper Beanspruchung einer bestimmten Körperregion auf.
Die typischen Überlastungsschäden treten an den Schwachpunkten des Körperskeletts auf.

Sportarten mit betroffenen Schwachpunkten an denen Überlastungsschäden auftreten:

Mittelfußknochen (Metatarsale): Läufer

Schien- und Wadenbein (Tibia und Fibula): Sprinter, Springer, Langstreckenläufer

Oberschenkelknochen und Oberschenkelhals (Femur): Läufer, Geher

Lendenwirbelsäule: Werfer

Oberarmknochen (Humerusschaft): Werfer

Die untere Extremität ist häufiger von Überlastungsschäden betroffen. Langsteckenläufer klagen öfter über diese Art von Belastungsschäden.

Symptome:
Beim Auftreten einer Überlastungsreaktion klagen die Athleten anfangs meist über Missempfindungen an der betroffenen Körperregion. Diese nehmen über die gesamte Trainingseinheit zu, sofern das Training nicht vorher abgebrochen wird. Je stärker das Training trotz Schmerzen weiter betrieben wird, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Beschwerden auch im Ruhezustand auftreten werden. Später tritt ein unangenehmer, teils starker Druckschmerz an den betroffenen Regionen auf. Es könnte zu einer lokalen Knochenhautschwellung kommen und eine Rötung der betroffenen Region ist nicht ausgeschlossen.
Wenn kein akutes Trauma besteht, geht man bei den angegebenen Beschwerden von Überlastungsschäden aus, die durch viele kleine Traumata während der einzelnen Trainingseinheiten zugefügt und nicht durch ausreichende Pausen auskuriert wurden.

Diagnose:
Um sicher zu gehen, dass es sich um einen Überlastungsschaden handelt, muss zur eindeutigen Diagnose ein MRT (Magnetresonanztomographie) gemacht werden. Mit der dadurch eindeutig erhaltenen Diagnose kann der Therapieplan aufgestellt werden.

Therapie bei Ermüdungsreaktionen (Stressreaktionen):
Damit die Beschwerden wieder vollständig nachlassen, sollte schon bei dem ersten Auftreten der Schmerzen reagiert und die Trainingseinheiten reduziert, bzw. umgestellt werden. Dabei könnte ein Disziplinwechsel (z. B. schwimmen), anstelle einer nochmaligen Laufeinheit helfen und den betroffenen Körperregionen Entlastung verschaffen.
Sofern die Überlastungsschmerzen schon seit einer Weile aufgetreten und im Verlauf schlimmer geworden sind, sollte eine Trainingspause von ca. 3-6 Wochen eingelegt werden. Als Ausgleich kann aber auch hier auf eine knochenentlastende Disziplin (z.B. schwimmen) ausgewichen werden.

Therapie bei Ermüdungsbrüchen (Stressfrakturen):
Wenn es bereits zu einer Stressfraktur gekommen ist, sollte eine Trainingspause eingelegt und der betroffene Knochen ruhig gestellt werden. Bei den unteren Extremitäten wird eine spezielle Bandage angelegt, so dass der Knochen 4-6 Wochen in Ruhe gehalten wird.

Sollte eine Stressfraktur am Mittelfußknochen aufgetreten sein, ist oft eine operative Versorgung erforderlich, da die Durchblutungssituation in der Region für eine konservative Behandlung ungünstig ist.

Prävention:
Um von Anfang an einer Überlastung vorzubeugen, können auch einige Gelenk- und Muskelunterstützende Produkte helfen. Inzwischen hat man erkannt, dass das Tragen von komprimierend und wärmend wirkenden Produkten während des Trainings die Durchblutung fördert, wodurch die Regeneration nach einer Einheit beschleunigt wird. Des Weiteren gibt es Muskel- und Gelenkunterstützende Sportbandagen , die vor einem Überlastungsschaden schützen. Bewegung und Sport ist ein sehr wichtiger Ausgleich im menschlichen Befinden und sollte nicht durch Schäden, die vermieden werden können verhindert werden. Aufgrund dessen ist die Vorbeugung ein wichtiger Aspekt für jeden aktiven Athleten.

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